- 40 Grad - Urban Art Festival
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40 Grad - Urban Art Festival Drucken
Düsseldorf seit den siebziger Jahren Stück für Stück zurück erobert. Ein Phänomen, das sich ständig weiter ausbreitet und sich gegen zunehmende Anonymisierung, Kommerzialisierung und Privatisierung der Stadt richtet. Der öffentliche Raum wird zur Kommunikation, als Bühne für gesellschaftspolitische Botschaften genutzt, nicht zuletzt auch zur Gestaltung unwirtlicher, hässlicher Orte - legal oder illegal. Die Bewegung ist grenzenlos und global: Viele internationale Künstler aus allen Erdteilen haben hier in der Stadt künstlerische Zeichen hinterlassen, genauso wie Künstler aus Düsseldorf weltweit arbeiten.

Die Kiefernstraße ist als Gesamtkunstwerk mittlerweile bundesweit einzigartig und wird von den Stadtvätern gerne vorgezeigt. Und auch andere Orte, wie die Unterführung Mintropplatz, die S-Bahnstation Wehrhahn oder die Ackerstraße sind bekannt für eine vielfältige urbane Gestaltung, die den Passanten an diesen etwas tristen Orten, interessante Abwechslung und Zeit zum Nachdenken bietet.

Die offizielle Kunstszene, gerade hier in Düsseldorf, ignoriert genauso wie die Stadt bisher dieses globale Kunstphänomen. Es ist nicht so recht zu vermarkten und passt nicht in den Glamourfaktor der Stadt. So weigert sich beispielsweise die Stadtregierung bisher, auch nur eine einzige öffentliche Wand als "Hall of Fame" für jugendliche Sprayer freizugeben. Andere Städte in der Welt organisieren schon seit Jahren Wandmalfestivals; von New York bis Paris finden große Ausstellungen statt. Dabei ist auch in unserer Stadt Urban Art bei Kunstinteressierten mittlerweile heißbegehrt; wurde doch kürzlich ein großes Wandbild gestohlen.

 
L.E.T. (Foto: Veranstalter)


"Mit 40 Grad - Urban Art wollen wir diese komplexe Kunstform noch stärker in das Bewusstsein der Gesellschaft rücken und Orte im gesamten Stadtgebiet interessanter und lebendiger gestalten", so Klaus Klinger von farbfieber, einer der Initiatoren.

Im Verlauf des Festivals wird die Vielfalt der Urban Art gezeigt. Neben Malerei beeindrucken Großprojektionen auf Hauswänden. Es entstehen Graffiti, Pasts, Stickers, Aufkleber, Stencils, Guerilla-Gardening, Urban Knitting, Straßengemälde und vieles mehr. Die Möglichkeiten, den öffentlichen Raum zu gestalten sind grenzenlos und erweitern sich ständig.

Ergänzend werden in den Filmkunstkinos an mehreren Tagen Filme über Streetart gezeigt. Abgesehen von der Streetartszene kooperieren die Veranstalter Farbfieber e.V., Kinderclub Kiefernstraße, Düsseldorfer Künstler e.V. und die Galerie Pretty Portal mit einer Reihe von Düsseldorfern Initiativen der freien Szene. Geplant sind während der gesamten zwei Wochen täglich Veranstaltungen, Ausstellungen, Aktionen im gesamten Stadtgebiet. Durch die Kooperation mit dem zeitgleich stattfindenden CityLeaks Urban Art Festival in Köln soll zudem die gesamte Region in den Blick genommen und die Veranstaltungen über die Stadtgrenzen hinaus getragen werden. So werden Düsseldorfer Künstler in Köln und Kölner Künstler in Düsseldorf ein Wandbild malen. Außerdem wird ein Düsseldorf-Kölner Streetart Jam mit vielen Sprayern in beiden Städten veranstaltet.

Öffentliche Projekte und Workshops ergänzen das Festival, und zwar über die Generationen: So gibt es viele Angebote für Kinder und Jugendliche aber auch für Senioren, zum Beispiel der Workshop der Hood Company: "Sprühen Ü60".

Als Festivalzentrale, Ausstellungs-und Aktionsraum beziehen die Initiatoren temporär eine ehemalige Galerie an der Ratingerstraße, Ecke Mühlengasse im Zentrum von Düsseldorf. Für die große Auftaktsveranstaltung am 7. September bietet die wohl bekannteste Streetartstrasse, die Kiefernstraße, den richtigen Rahmen.

Zum Finale zieht das Festival an den neuen Künstlerort, ins BouiBbouiBilk auf der Suitbertusstraße 149. Verbunden mit einer 3tägigen Ausstellung wird am hier am 21. September ein heißes Abschlussfest gefeiert.

Finanziert wird das Festival mit Unterstützung von Stadt, Land, Unternehmen und Privatpersonen. Über die Internet-Plattform Crowdrange versuchen die Initiatoren weitere Mittel zu bekommen. Je nach Höhe des Spendenbetrags werden die Unterstützer entsprechend belohnt: beispielsweise mit einem Wunsch-Portrait integriert in das Wandbild an einer großen Häuserfassade.






Veranstaltungsort:

Programm

Auftakt

7.9. Straßenfest "Markt der Möglichkeiten", Kiefernstraße

Während des Festivals:
14 Tage Festivalzentrale, Aktions- und Ausstellungsraum, Ratingerstraße
Gestaltung der Wände in ganz Düsseldorf
Großprojektionen und Filme
Veranstaltungen und Diskussionsrunden
Ausstellungen und Workshops

-Stadtrundfahrten
Graffiti-Jam Köln - Düsseldorf

Projekte mit Jugendlichen, Kindern, Senioren
Street Art Fair Düsseldorf, Boui Boui Bilk, Suitbertusstraße 149

Finale

21.7. Abschlussfest, Boui Boui Bilk
Mit großer Urban Art Ausstellung auf über 1000 qm


 


-Autor: Karin Neddermeyer-


 
 
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